Judo

Judo in Garching

JUDO ist ein Kampfsport, der wie Karate auch seine Wurzeln in Japan hat. Judo beinhaltet eine Vielzahl von Würfen und Bodentechniken (Festhaltegriffe, Würger und Hebel), sowie eine ausgefeilte Fallschule, die das Verletzungsrisiko deutlich minimiert.

Judo gab es schon vor der Abteilungsgründung in einer kleinen Gruppe im Freizeitheim Garching. Nach der Abteilungsgründung wurde dieser Sport aber sehr schnell integriert und erfreut sich seitdem, gerade wegen des Falltrainings für Kinder, sehr großer Beliebtheit.

Im Anfängertraining werden den Kindern die Grundlagen des Sports, wie die Fallschule, Respekt und Verantwortung für den Partner, sowie die ersten Würfe und Haltegriffe beigebracht. Nach der ersten Gürtelprüfung kommen die Kinder in eines der Fortgeschrittenentrainings, in denen sie neue Techniken erlernen und bekannte Techniken verfeinern. Ab dem gelben Gürtel besteht auch die Möglichkeit an Wettkämpfen teilzunehmen.

Unsere Erwachsenengruppe, in der sämtliche Gürtelfarben vertreten sind, trainiert sowohl für weitere Gürtelprüfungen als auch für den Wettkampf, da ein Teil der Gruppe in der Münchener Kreisliga kämpft.

Neue Gesichter sind uns stets herzlich willkommen. Kommen Sie einfach zu den Trainingszeiten vorbei.


Geschichte des Judo

Der Gründer des Judos, Jigoro Kano (1860 – 1938), der selbst an mehreren Kampfsportschulen gelernt und gelehrt hatte, beschloss 1882 ein eigenes und völlig neuartiges System zu schaffen. Ihm ging es darum, sich vom bloßen, brutalen Zweikampf zu distanzieren. Vielmehr sollten die beiden Prinzipien vom maximalen Einsatz der Fähigkeiten und gegenseitigen Unterstützen zum gemeinsamen Wohlergehen im Vordergrund stehen. Es sollten also sowohl die kämpferischen Fähigkeiten als auch der Charakter geschult werden. Außerdem wollte er das Verletzungsrisiko reduzieren, indem er „gefährliche“ Techniken nicht in sein Judo („der sanfte Weg“) -System aufnahm, was auch Wettkämpfe ermöglichte.

Etwa zur Jahrhundertwende begann Kano sein Judo auch außerhalb Japans zu verbreiten. 1905 eröffnete Erich Rahn die erste Deutsche Judoschule, 1920 gründete Alfred Rhode den Ersten Deutschen Judo-Club in Frankfurt/Main. Er lehrte jedoch eher Ju-jitsu. Ein Schüler Kanos brachte das „echte“ Judo vorerst nach London. Die englische Schule, die enge Kontakte zu Rhode hatte, brachte es dann nach Deutschland. In den nächsten Jahren gründeten sich allerorts neue Vereine, die sich 1932 zum Deutschen Judoring zusammenschlossen. 1956 fanden nach der Gründung des Deutschen Judo Bundes auch die ersten Deutschen Meisterschaften statt, jedoch nur für Männer. 1970 durften dann erstmalig auch Frauen teilnehmen.

1956 fanden die ersten Weltmeisterschaften im Judo in Tokio statt, hierbei gab es nur eine offene Klasse. Gewichtsklassen führte man erst 1961 ein, nachdem der Niederländer Anton Geesink erstmals japanische Judoka schlagen konnte. 1964 wurde Judo für Männer olympisch, für Frauen erst 1992. Während früher die Japaner im Judo dominierten, ist es heute ein Weltsport. So fielen 1964 bei den olympischen Spielen nur 4 der 16 Medaillen an Asien.